Bericht des Fachforums internationale Altenpolitik

Am 14. November endete in Genf die 18. Sitzung der Ständigen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns (SWGA) der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE). Zum Aufgabenbereich der Gruppe gehört die Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans (Madrid International Plan of Action on Ageing, MIPAA) von 2022, seiner Regionalen Implementierungsstrategie (RIS) sowie der nachfolgenden Ministererklärung zum Altern der UNECE-Mitgliedsstaaten.

Schwerpunkte der Sitzung waren:

▸die Vorbereitung der fünften Überprüfung und Bewertung des Zweiten Weltaltenplans (MIPAA) und seiner Regionalen Implementierungsstrategie (RIS) sowie die Vorbereitungen für die UNECE-Ministerkonferenz zum Altern, die im Jahr 2027 in Deutschland stattfinden soll.

Die SWGA verabschiedete die Leitlinien für nationale Berichte (Dokument ECE/WG.1/2025/INF.2)
▸Der Zeitplan für die regionalen Überprüfungen sieht wie folgt aus:

2026

  • Übersetzung der Leitlinien und formelle Einladung an die UNECE-Mitgliedsstaaten,
  • Nationale Überprüfungs- und Bewertungsmaßnahmen,
  • Einreichung der Berichte bei der UNECE bis zum 1. Oktober 2026.


2027

  • Regionaler Synthesebericht über wichtige Erfolge, Herausforderungen und Prioritäten.

▸Die fünfte Überprüfung und Bewertung von MIPAA/RIS wird mit einer UNECE-Ministerkonferenz zum Thema des Alterns abgeschlossen, die im September 2027 von der deutschen Bundesregierung ausgerichtet wird.
▸Der Ministerkonferenz geht ein Forum der Zivilgesellschaft und Wissenschaft voraus.
▸Derzeit bereitet das Büro mit einer Task Force die Aktualisierung der Regionalen Implementierungsstrategie (RIS) vor, die auf den Ergebnissen von nationalen Befragungen basiert, die zwischen 2024 und 2025 durchgeführt wurden.
▸Als wichtige Themen, die in der aktuellen RIS weniger berücksichtigt wurden, kristallisierten sich Digitalisierung, Altersdiskriminierung, Klimawandel und generationenübergreifende Beziehungen außerhalb der Familie heraus.
Vorgeschlagene Ziele für die neue RIS:

  • Veränderung der Narrative über das Altern und Förderung einer Gesellschaft, die Menschen jeden Alters wertschätzt und respektiert,
  • Unterstützung des lebenslangen Lernens, der Kompetenzentwicklung und der digitalen Inklusion,
  • Beteiligung und Beiträge während des gesamten Lebens ermöglichen und wertschätzen, einschließlich Beschäftigung, bürgerschaftlichem Engagement, unbezahlter Pflege usw.,
  • Wohlbefinden, Autonomie und unabhängiges Leben fördern, einschließlich sozialer Inklusion und Zusammenhalt, sozialer und kultureller Teilhabe und autonomem Leben,
  • ein gesundes Leben und fürsorgliche Gemeinschaften fördern,
  • Sicherheit, Schutz und finanzielle Absicherung gewährleisten, einschließlich Schutz vor Gewalt, angemessenem Einkommen, Notfallvorsorge.

▸Der vorgeschlagene Entwurf für eine neue RIS wurde von der SWGA während der 18. Sitzung im November diskutiert und angenommen.

▸Der vorgeschlagene Entwurf für eine neue RIS wurde von der SWGA während der 18. Sitzung im November diskutiert und angenommen.

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